Rheinische Post, Dienstag 29.04.2014 | Heute beginnt Deichsanierung

Uerdingen bekommt für 3,1 Millionen Euro einen individuell für den Stadtteil geplante Hochwasserschutz, für den fast 5000 Quadratmeter Stahlwände zum überwiegenden Teil ins Erdreich gepresst werden. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein.


29.04.2014 Presse


Nach einer mehr als zehn Jahre währenden Planungsphase ist es heute soweit: Die Arbeiten für die Sanierung des 630 Meter langen Uerdinger Rheindeiches beginnen mit dem Aufstellen des Bauzauns. Am Montag, 5. Mai, beginnen die eigentlichen Arbeiten, um für Uerdingen, Gellep-Stratum, Linn und Teile Bockums den Hochwasserschutz auf den neusten Stand zu bringen. 25 000 Menschen sollen von dem 3 130 000 Euro teuren Bauwerk profitieren und selbst bei einem Jahrhunderthochwasser ohne Sorge schlafen können. Der neue Deich, der wegen der besonderen Lage nahe an den Wohnhäusern Uerdingen vom so genannten Regelprofil erheblich abweicht, hält das Wasser zukünftig bis zu einem Pegelstand von 13,14 Meter ab. Dazu werden bis Ende Juli tonnenschwere Spundbohlen in die Erde gepresst. Insgesamt verschwinden 4750 Quadratmeter Eisen zum überwiegenden Teil im Erdreich, um die Wasserundurchlässigkeit des Deichkörpers zu garantieren. Rund ein Meter der Stahlwand schaut über die Deichkrone hinaus und wird gleichsam als Mauerwerk verkleidet. Die Spundbohlen sind vier bis 10,70 Meter lang. Insgesamt rückt der Deich um drei Meter näher an den Fluss heran. Dazu wird am unteren Rheinwerft ein Gleis zurückgebaut. Um die neue Deichböschung anzulegen, fährt die Firma Amand aus Ratingen 4000 Kubikmeter Erdreich über die Dujardin- und die Dammstraße in Uerdingen zur Baustelle. Das sind knapp 400 Lkw-Ladungen. ... zum vollständigen Artikel.